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Das Thema Hundeerziehung ist sehr umfangreich und nicht mit wenigen Worten abgetan. Unsere Einstellung dazu hat sich im Laufe der Zeit drastisch geändert, wir erkennen jetzt erst den enormen Vorteil positiver Methoden.

Fast jeder Hundehalter kennt es: Da möchte man mit dem Hund gesittet spazieren gehen, hat stattdessen einen Flummy an der Leine, der immer wieder in dieselbe springt oder (fast) ständig vorwärts zerrt. Auf Dauer ist das wenig erfreulich und auch deshalb sinnvoll, schon mit dem Welpen das entspannte Gehen an der Leine zu üben.

Hunde brauchen Gesellschaft, Sozialpartner, und sind daher nicht gerne allein. Da aber wohl jeder von ihnen irgendwann einmal in die Lage kommt, auf Artgenossen und Menschen verzichten zu müssen, ist es sinnvoll, schon den jungen Hund darauf vorzubereiten, um ihm unnötigen Stress zu ersparen.

Zum Glück hat sich in den letzten Jahren die Einsicht vermehrt, dass man Hunde durch Lob bzw. Belohnungen ganz hervorragend erziehen und trainieren kann. Aber muss ich meinen Hund jedes Mal füttern, wenn er zu mir kommt?

"Füttern Sie Ihren Hund erst, nachdem Sie selbst gegessen haben!" Diese Empfehlung wird seit geraumer Zeit als ebenso subtile wie wirksame Methode zum "Einnorden" des Hundes in die Rangordnung angepriesen. Als Hintergrund gilt die Beobachtung, dass ranghohe Hunde immer zuerst fressen, dann erst die rangniedrigen. Nun, bei genauem Hinsehen trifft dies bei Löwen zu, aber nicht wirklich bei Wölfen und Hunden.

Geduld und Konsequenz, Vertrauen und Respekt sind wichtige Grundpfeiler der Erziehung

"Wenn der Hund knurrt, nehmen Sie die Leine und schlagen so lange drauf, bis er sich unterwirft." Solche Erziehungsmethoden werden heutzutage glücklicherweise nicht mehr angewendet, oder vielmehr, nicht mehr so drastisch angewendet. Leider sieht man aber trotzdem immer noch häufig Hundehalter, denen "die Hand ausrutscht", d.h. die ihren Hund tatsächlich schlagen (womit auch immer), wild an der Leine reißen, oder ein Stachel- oder Würgehalsband benutzen.