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"Füttern Sie Ihren Hund erst, nachdem Sie selbst gegessen haben!" Diese Empfehlung wird seit geraumer Zeit als ebenso subtile wie wirksame Methode zum "Einnorden" des Hundes in die Rangordnung angepriesen. Als Hintergrund gilt die Beobachtung, dass ranghohe Hunde immer zuerst fressen, dann erst die rangniedrigen. Nun, bei genauem Hinsehen trifft dies bei Löwen zu, aber nicht wirklich bei Wölfen und Hunden.

 

Bei ihnen haben die ranghöchsten Rudelmitglieder zwar auch Privilegien, allerdings nehmen sie sich das Recht auf die besten Stücke des Futters, die auch gegen rangniedrige verteidigt werden. Gefressen wird jedoch gemeinsam.

Was können wir daraus lernen?

Dass Sie sich von Ihrem Hund nicht die Wurst vom Brot nehmen lassen – oder Wurst samt Brot.

Dass sich für den Hund Betteln und sonstige Forderungen nach Futter nicht lohnen (sollten), alternative Verhaltensweisen, wie auf seinem Platz liegen, jedoch sehr ergiebig sein können.

Muss der Hund auf sein Futter warten, während die Menschen genüsslich den Mittagstisch plündern, steigt die Gefahr, dass er bettelt – und dass sich jemand findet, der den Anblick der "leidenden Kreatur" nicht mehr ertragen kann und ihn mit Essensresten füttert. Die möglichen Folgen können hier bestaunt werden. Das Mitleid der menschlichen Mitbewohner können wir nicht endgültig beeinflussen, aber es dürfte allen leichter fallen, dem hungrigen Blick eines satten Hundes zu widerstehen, mit dem guten Gewissen, dass das arme Tier seine Mahlzeit schon hinter sich hat.

Weitaus wichtiger ist es, den Zeitpunkt der Fütterung vom Benehmen des Hundes abhängig zu machen. Und dies gilt auch für einen jungen Hund. Füttern Sie ihn ruhig vor Ihrer eigenen Mahlzeit, aber achten Sie darauf, dass er seinen gefüllten Napf nur dann bekommt, wenn er sich "anständig benimmt", sprich keine unerwünschten Verhaltensweisen zeigt.

Lassen Sie sich nicht von Ihrem Hund um die Pfote wickeln.