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Neueste Forschungsergebnisse geben ein weiteres kleines Puzzlestück der Haustierwerdung des Hundes preis. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass Hunde in Ostasien domestiziert wurden, da sie dort die größte genetische Vielfalt zeigten. In später von Hunden besiedelten Gebieten sind sich die heutigen Haustiere genetisch ähnlicher.

 

Neue Untersuchungen von Adam Boyko in Ithaca bestätigen aber auch in Afrika und Amerika eine enorme genetische Diversität, die auf eine lange Anwesenheit der Haushunde hinweist. Nachdem die Forscher anhand des Genmaterials Hunde von europäischen und asiatischen Einwanderern von den so genannten indigenen Hunden separiert hatten, die schon seit Jahrtausenden dort leben, zeigte sich, dass diese eine ähnliche Variationsbreite aufweisen wie die ostasiatischen Hunde.

Die Forscher betonen aber, dass dies keineswegs der Beweis dafür ist, dass sich das Zusammenleben von Mensch und Hund in Afrika oder gar Amerika entwickelt hat, sondern dass sich der Haushund sehr viel schneller mit dem Menschen verbreitet hat als bisher angenommen. Es sind noch viele Untersuchungen notwendig, um das Rätsel der Domestikation des Hundes endgültig zu lösen.

Quelle: Adam Boyko (Cornell-Universität in Ithaca) et al.: PNAS, doi 10.1073/pnas.0902129106 (August 2009).